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 | Sport im Herbst und Winter

Zugegeben, es kostet schon Überwindung, sich vom mollig-weichen Sofa zu bewegen, um dann im Freien sportlich aktiv zu werden. Das gilt vor allem im Winter, wenn Minusgerade nicht besonders motivierend wirken. Aber auch dann, wenn Sie es vielleicht kaum glauben mögen: Vor allem jetzt stärkt Ausdauersport im Freien die Abwehr. Und nicht nur das Immunsystem profitiert von Ihrem Durchhaltevermögen: Moderates Bewegungstraining bekämpft den Winterspeck und wirkt stimmungsaufhellend, da die Produktion körpereigener Glückshormone angeregt wird. Voraussetzung ist natürlich, dass Sie es richtig angehen. Das sollten Sie beachten: - Kleidung: Sie sollten funktionelle Kleidung im Zwiebelprinzip tragen. Die erste Schicht ist die Funktionsunterwäsche. Sie wird direkt auf der Haut getragen und hat die Aufgabe, Feuchtigkeit, die beim Schwitzen entsteht vom Körper wegzuleiten. Als Zweites folgt die Thermo- oder Isolationsschicht. Sie leitet die Feuchtigkeit an die Außenhülle weiter und dient zur Klimaregulation. Fleece-Pullis haben sich in diesem Bereich bestens bewährt. Die dritte Schicht ist die Außenbekleidung, die Schutzhülle. Sie muss den Sportler vor den äußeren Witterungseinflüssen wie Kälte, Regen, Wind und Schnee bewahren. Außerdem die abgegebene Feuchtigkeit nach außen transportieren.
- Aufwärmen: Nehmen Sie sich vor dem Training mindestens 10 Minuten Zeit um Muskeln und Sehnen auf Betriebstemperatur zu bringen. Damit beugen Sie schmerzhaften Zerrungen oder Verspannungen vor.
- Atmung: Bei Kälte immer durch die Nase atmen, damit die Luft vorgewärmt und befeuchtet wird. Trainieren Sie mit einer Intensität, die eine Nasenatmung zulässt.
- Sicherheit: Im Herbst und Winter hat man schon früh mit der Dunkelheit zu kämpfen. Stirnlampen bringen Licht in die Finsternis. Reflektoren an der Kleidung sorgen für mehr Verkehrssicherheit. Frauen sollten lieber beleuchtete Straßen benutzen oder in Begleitung gehen. Auch ein Handy kann nicht schaden. Sicher ist sicher!
- Erkältung: Wer sich krank fühlt oder gar Fieber hat, sollte unbedingt pausieren. Eine Schniefnase muss nicht gleich das Aus bedeuten.
- Gewicht: Die Fettverbrennung läuft bei Ausdauersport in der Kälte auf Hochtouren, denn der Körper benötigt mehr Energie um die Körpertemperatur zu halten. Die Pfunde purzeln in der kalten Jahreszeit also schneller!
- Haut: Bei Kälte produzieren die Talgdrüsen weniger Fett, die Haut benötigt im Winter daher besonders viel Schutz. Benutzen Sie daher vor der Tour eine fetthaltige Creme. Vermeiden Sie Feuchtigkeitcremes, da das darin enthaltene Wasser bei Minusgraden auf der Haut gefrieren kann.
- Übertreiben Sie nicht: Zu starke körperliche Belastung können das Immunsystem schwächen. Legen Sie auch Ruhetage ein.
- Trinken: Vergessen Sie nicht ausreichend zu trinken. Auch beim Training in der Kälte verliert der Körper reichlich Flüssigkeit, die dem Organismus wieder zugeführt werden müssen.
Bewegung an der frischen Luft kurbelt die Serotoninproduktion an und sorgt damit auch an trüben Tagen für gute Laune.
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